Grundschule Karbach
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Klassenrat



Regeln von Kindern für Kinder

Bei ihrem vierten Treffen im Schuljahr 2014/15 unterzeichneten die Mitglieder des Klassenrats am 29. Juli stolz die von ihnen formulierten neuen Schulregeln.
Das Leitbild der Grundschule Karbach lautet "Friedlich mitei-nander lernen und leben". Es ist ein andauernder Prozess und eine große Herausforderung, dieses Motto an der Schule zu leben und umzusetzen. Bereits fest installiert sind an der Grundschule Karbach die "Streitschlichter", die jährlich neu ausgebildet werden und als Mediatoren bei Konflikten zwischen einzelnen Schülern fungieren. Ein immer wiederkehrendes Problem war jedoch: Welche Regeln müssen für alle Schüler gelten, damit ein geordnetes und friedliches Zusammensein überhaupt möglich ist?
Eigens dafür wurde der Klassenrat an der Schule eingerichtet. 2-3 Schüler aller 7 Klassen kamen im März 2015 erstmalig zusammen und setzte sich die gemeinsame Formulierung für alle verbindlicher Schulregeln zum Ziel.
Anhand der Geschichte "Das Dorf ohne Regeln" erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie chaotisch es in einer Gemein-schaft zugeht, die alle Regeln abgeschafft hat. Aber welche Regeln brauchen wir für ein konfliktfreies Schulleben? Und: Gibt es vielleicht eine Regel, die über allen steht und immer passt?
Gemeinsam mit Schulleiterin M. Klüg wurde mit der sogenannten "Goldenen Regel" aus dem Matthäusevangelium diese "Superregel" gefunden:
"Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" lautet die Aussage aus der Bibel, die in leicht verändertem Wortlaut in allen großen Weltreligionen zu finden ist.
Schnell wurde jedoch klar, dass es für das friedliche Miteinan-der in einer Schule nötig ist, weitere Regeln für verschiedene schulische Bereiche aufzustellen: z.B. für das Verhalten im Klassenzimmer, im Schulhaus, in der Pause oder in der Mit-tagsbetreuung. In einer weiteren Sitzung arbeiteten die Schüler in Kleingruppen an Plakaten für die verschiedenen Bereiche, für die wir Regeln finden mussten. Rasch erkannten die Kinder von selbst, dass hier "weniger mehr ist". Zu viele Regeln können nicht behalten werden und wirken abschreckend. Es wurde rege diskutiert und immer wieder wurden die kleinen Post-it Zettelchen ausgemustert und umformuliert. Es war den Kindern auch wichtig, dass die Regeln nicht isoliert stehen, sondern auch begründet wird, warum sie notwendig sind.
Stolz präsentierte der Klassenrat nun in seiner letzten Sitzung das Ergebnis seiner Arbeit: Auf fünf farbigen Plakaten sind un-sere neuen Schulregeln fixiert. Sie sind für alle Schüler in bei-den Schulhäusern verbindlich und sollen zu Beginn des nächs-ten Schuljahres allen Schülern und Eltern bekannt gemacht werden.
Im aktuellen Schuljahr wir der Klassenrat auch weiterhin immer wieder daran arbeiten, wie die Schulfamilie mit Regelverstößen umgehen soll. Es gibt also noch Arbeit!

In der Pause

In der Pause möchten manche Kinder in Ruhe essen. Andere wollen ungestört miteinander spielen oder sich unterhalten. Unsere Spielgeräte möchten wir möglichst lange nutzen.

1. Wir nutzen die Essenspause zum Essen.
2. Wir spielen fair!
3. Wir achten aufeinander und stören uns nicht.
4. Wir beachten die verschiedenen Zonen für Ruhe, Ballspiele und Geräte.
5. Für den Tischkicker, die Racer und den Fußballplatz halten wir uns an die Pläne
6. Wir gehen achtsam mit den Spielgeräten um.
7. Nach der Pause stellen wir uns zügig und ordentlich auf.
8. Wir denken daran, auf die Toilette zu gehen.

Im Schulhaus und im Klassenzimmer
Wir möchten uns in unserem Schulhaus und im Klassenzimmer wohl fühlen. Es soll aufgeräumt, sauber und freundlich gestaltet sein. Wenn uns Gäste besuchen, möchten wir einen guten Eindruck machen.

1. Wir halten Ordnung im Gang und an der Garderobe.
2. Wir halten Ordnung im Klassenzimmer und an unseren Arbeitsplätzen.
3. Wir bewegen uns rücksichtsvoll und leise, um andere nicht zu stören.
4. Wir halten die Toiletten sauber und gehen sparsam mit Papierhandtüchern um.
5. Wir grüßen jeden, der uns begegnet.


Im Unterricht

Wir möchten ohne Störungen lernen können. Es soll keine wertvolle Lernzeit verloren gehen. Jedes Kind soll die Gelegenheit und die Zeit bekommen, Dinge zu begreifen und zu erledigen. Auch wenn kein Lehrer im Raum ist, möchten wir nicht durch Streit oder Lärm gestört werden.

1. Wir kommen pünktlich zum Unterricht.
2. Wir achten darauf, benötigte Materialien vollständig dabei zu haben.
3. Wir essen nicht und kauen nicht Kaugummi.
4. Wir halten uns an Klassenregeln und Gesprächsregeln.
5. Wir arbeiten konzentriert und stören andere nicht.
6. Wir warten im Klassenzimmer auf den Lehrer/die Lehrerin.
7. Wir beschäftigen uns sinnvoll, wenn wir fertig sind oder auf den Lehrer warten: malen, lesen, aufräumen, am Platz spielen,.


In der Mittagsbetreuung

In der Mittagsbetreuung sind Kinder aller Klassen. Wir möchten ungestört unsere Hausaufgaben machen und friedlich miteinander spielen, basteln, malen oder essen.

1. Wir sind anständig und hören auf das, was uns Frau Baur und Frau Hörning sagen.
2. Während der Hausaufgabenzeit verhalten wir uns leise.
3. Wir helfen uns gegenseitig.
4. Wir gehen achtsam mit Möbeln und Spielsachen um.
5. Wir räumen Spielsachen ordentlich auf.
6. Wir spielen friedlich und schließen niemanden aus.
7. Wir verlassen das Schulgelände nicht, ohne uns abzumelden.

Miteinander
Wir möchten friedlich miteinander lernen und leben. In unserer Schule wird gearbeitet und gelernt, aber auch gelacht und gefeiert. Bei all dem fühlen wir uns nur wohl, wenn wir freundlich miteinander umgehen.

1. Wir verletzten niemanden mit Worten oder Taten.
2. Unser Umgangston ist freundlich und höflich.
3. Wir sind hilfsbereit, auch bei Besuchern der Schule.
4. Wir grenzen niemanden aus.
5. Bei Konflikten suchen wir die Hilfe von Streitschlichtern oder einer Lehrkraft.




 

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